Die erzielte Vereinbarung regelt die Tarifverträge bis einschließlich 2022, so dass die nächsten Tarifverhandlungen im Herbst 2022 für das Jahr 2023 stattfinden werden. Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter wollen die daraus resultierende Verhandlungspause für eine grundlegende Revision des Tarifvertrags nutzen. Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter der Sozialwirtschaft in Österreich haben ihre Tarifverhandlungen abgeschlossen. Sie einigten sich auf ein Dreijahrespaket: 2020 wird es für die rund 125.000 Beschäftigten im privaten Pflege-, Gesundheits- und Sozialbereich eine Lohnerhöhung von 2,7 Prozent geben und 2021 um 0,6 Prozent über der Inflationsrate (Zeitraum November 2019 bis Oktober 2020). Ab dem 1. Januar 2022 wird die Arbeitszeit von derzeit 38 auf 37 Stunden pro Woche reduziert. Für Mitarbeiter, die von März bis Juni 2020 mit Kunden in Kontakt standen, gibt es auch einen Corona-Bonus von 500 Euro. “Wir werden unser Möglichstes tun, um sicherzustellen, dass dieser Freibetrag auch steuerfrei ist – analog zu den Prämien, die im Lebensmittelhandel gezahlt werden. Unsere Mitarbeiter leisten einen wichtigen Beitrag, um Österreich in dieser Zeit am Laufen zu halten. Diese Anerkennung verdienen sie”, sagte SWÖ-Obmann Erich Fenninger.

“Es war eine lange und harte Verhandlung, aber die Arbeit hat sich gelohnt. Das Ergebnis ist wirtschaftlich machbar und ein klares Zeichen der Wertschätzung für unsere Mitarbeiter”, sagt Walter Marschitz, Verhandlungsführer der in der Österreichischen Sozialwirtschaft (SWÖ, Mitglied des Bundesverbandes der Europäischen Sozialarbeitgeber) organisierten Arbeitgeberverbände.